28.06.2014

EDG-Konzern spendet 25.000 € für Kinder-MRT

Die Untersuchung in einem Gerät zur Magnetresonanztomographie (MRT) stellt besonders für Kinder und Jugendliche eine ganz besondere Belastung dar. Das Klinikum Do möchte dies unbedingt ändern und setzt sich daher vehement für die Anschaffung eines sogenannten Kinder-MRT ein.

 Für das Pilot-Projekt, welches insgesamt 1,6 Mio. Euro kosten wird, spendet der EDG-Konzern 25.000 Euro und unterstützt damit diese herausragende Initiative.

Die Ansiedlung des medizinischen High-Tech-Geräts in Verbindung mit einer kinder- und jugendgerechten Ausstattung und Gestaltung der Räumlichkeiten und des Gerätes bedeutet für die Kinder und Jugendlichen eine große Erleichterung und ist zudem mit einem großen Reputationsgewinn für das Klinikum verbunden. Die Dortmunder Kinder- und Jugendklinik hat die Chance, mit diesem Pilot-Projekt zu einem Referenzzentrum zu werden.

„Die Anschaffung des Kinder-MRT mit einer Spende zu unterstützen, ist für uns eine Herzensangelegenheit“, so die EDG-Geschäftsführer. „Jeder von uns kann mit einer beängstigenden Verdachtsdiagnose konfrontiert werden und muss sich vielleicht auch körperlich wie psychisch belastenden weiteren Untersuchungen unterziehen. Die Konzeption des Kinder-MRT hat uns sofort überzeugt. Hier werden innovative Wege beschritten, die eine schnelle und bessere Diagnostik erlauben, dabei gleichzeitig auf die Ängste der Betroffenen und ihrer Angehörigen eingehen und die extrem belastenden Faktoren deutlich reduzieren.“

Die EDG-Geschäftsführer überreichen symbolisch ihre Spende in Höhe von 25.000 Euro bei einem Besuch in der Kinder- und Jugendklinik: „Wir hoffen, damit als städtisches Unternehmen auch einen Betrag dazu leisten zu können, dass dieses Referenzprojekt in Dortmund angesiedelt wird.“ Die drei Geschäftsführer verknüpfen die Spende des EDG-Konzerns mit dem Appell, weiter zu spenden, denn es fehlt – so die Initiatoren aus dem Klinikum – immer noch eine erhebliche Summe, bis das Projekt sicher finanziert ist.

Spenden-Konto (Stichwort Kinder-MRT)
BIC DORT DE 33XXX
IBAN DE08 4405 0199 00001 2377 99

Zum Hintergrund: Das Kinder-MRT

Der Status quo bedeutet für Kinder und Jugendliche eine körperlich und psychisch extrem belastende Untersuchungssituation; dies gilt in gleicher Weise für erwachsene Krebspatienten. Die psychische Belastung beginnt bei Ankündigung der Untersuchung aufgrund des für Kinder unklaren bzw. nicht vorstellbaren Verlaufs. Dieser psychische Stress wird verstärkt, wenn das Gerät physisch sehr präsent und technisiert den Untersuchungsraum dominiert. Nicht zu wissen, was in dieser engen „Röhre“ passiert, keine oder nur eine sehr unzureichende zeitliche Vorstellung zu haben, alleine die Diagnostik ertragen zu müssen – all das sind psychisch extrem belastende Faktoren.

Hinzu kommt, dass es insbesondere für junge Kinder sehr schwierig ist, über einen langen Zeitraum still zu liegen. Darüber hinaus lösen extrem laute, nicht vorhersehbare, unregelmäßige und unvertraute Geräusche große Ängste aus. Erschütterungen des Gerätes verstärken diese Ängste. Häufig muss die Diagnostik abgebrochen werden, da Patienten bei aller Anstrengung die Untersuchung nicht schaffen.

Um verwertbare Aufnahmen zu erhalten, ist daher eine Untersuchung in tiefer Sedierung oder Narkose gängige Praxis; dieses trifft für Kinder bis zum höheren Grundschulalter zu; eine Altersspanne, in der Krebserkrankungen besonders häufig auftreten. Somit tritt zur psychischen die körperliche Belastung.

Das Projekt „Kinder-MRT“ setzt hier an und beschreitet einen – für Europa – absolut neuen und innovativen Weg. Zu Beginn steht eine professionell begleitete Vorbereitung mit Hilfe eines Modell-MRT. So kann eine erste Vorstellung davon entwickelt werden, wie die eigene Untersuchung aussehen könnte. Der eigentliche MRT-Raum sowie das Gerät selbst werden durch Projektionen in eine Erlebniswelt getaucht. Diese Projektionen variieren alters- und geschlechtsspezifisch und können vom Patienten selbst gewählt werden. Hierdurch gewinnt das Kind die Autonomie über die Untersuchung und wird vom passiven Untersuchungsobjekt zum aktiven Teil des Untersuchungsteams. Zudem wird die Aufmerksamkeit des Kindes bereits stark fokussiert und abgelenkt von der Diagnostik. Während der Untersuchung können selbst ausgewählte Filme oder Fotos über Spiegelungen für den Patienten sichtbar in die „Röhre“ projiziert werden. Eine entscheidende weitere technische Neuerung sind sogenannte. Flüsterfrequenzen, die zuvor extrem laute Geräusche in ein leises Grundrauschen von Gesprächslautstärke verwandeln. Mit einer Gentry (Öffnung der Röhre) von >70 cm bietet sich zudem die Möglichkeit, dass ein Elternteil während der Untersuchung neben dem Kind liegt; das Gerät wird als weniger beengend wahrgenommen. Das Kind, der Patient, begibt sich somit in eine Erlebniswelt, die optimal von der Prozedur der Diagnostik ablenkt.

Das Gerät selbst kostet 1 Mio. Euro; das gesamte Projekt, einschließlich der notwendigen Umbauarbeiten, Installationen und kindgerechten Ausstattung liegt bei rd. 1,6 Mio. Euro.

Die Videoprojektionen haben Pilotcharakter; sie werden vom Prof. Adolf Winkelmann, Filmemacher und Verantwortlicher für die Projektionen auf und im dem Dortmunder U, realisiert.

Text: EDG Kommunikation/ Pressearbeit/ Organangelegenheiten

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