01.04.2015

SOS in der Nordstadt

Gemeint ist – nein, kein Notruf – sondern: Sauberkeit + Ordnung = Sicherheit.

Ende 2014 wurde ein achtwöchiger Modellversuch im Bereich der Dortmunder Nordstadt durchgeführt.

Repräsentative Meinungsumfragen zeigen seit Jahren, dass die Themen Sicherheit und Sauberkeit zusammen gehören und für Dortmund von großer Bedeutung sind. Ein sauberer Bereich wird als sicher empfunden. Ein ungepflegter Bereich wird eher als gefährliche Umgebung wahrgenommen.

In fünf Straßenzügen und auf Plätzen in der Nordstadt wurde für den Modellversuch eine Task-Force bestehend aus vier bis fünf Mitarbeitern eingesetzt, die eine zusätzliche Intensivreinigung der Straßen durchführte. Neben der schnellen Beseitigung von illegalen Abfallablagerungen beinhaltet die „Intensivreinigung“: die Feinreinigung der Baumscheiben und Grünstreifen, die Intensivreinigung der Depotcontainer-Standorte – inklusive einer Säuberung der Depotcontainer, das Auswaschen von Parkbuchten und sogenannten „Pinkelecken“ die Feinreinigung – also ästhetische Reinigung – der Gehwege u.a.. Den Bewohnern wurde deutlich gemacht, dass hier für Sauberkeit und Ordnung gesorgt wird, um das Sicherheitsempfinden zu verbessern. Darüber hinaus ist das Ziel, dass durch einen Mitnahme-Effekt auch die Anwohner sorgfältiger mit ihrem Wohnumfeld umgehen und der saubere, gepflegte Zustand von Straßen und Gehwegen länger bestehen bleibt.  Die positive Bilanz nach dem Projekt, die auch aus dem guten Feedback aus der Bevölkerung resultiert:  Der Gesamteindruck in den fünf Straßenzügen hat sich verbessert, besonders die Gehwege inklusiv der Baumscheiben und die Depotcontainer-Standorte sind deutlich sauberer und gepflegter. Die dauerhafte Präsenz der EDG führte zu einer verbesserten Kommunikation mit wichtigen Multiplikatoren vor Ort, auch hier sind vorrangig Ladenbesitzer und Kioskbetreiber zu nennen, die z. B. als Dolmetscher wirken und so den Austausch zwischen EDG und Anwohnern, häufig also auch den Verursachern der Verunreinigungen, erleichtern. Die Anwohner äußerten verstärkt den Wunsch, dass die EDG „immer hier ist“. Problematisch bleiben die Sperrmüllablagerungen und Beistellungen an den Depotcontainer-Standorten besonders nach den Wochenenden.

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