Winterdienst

Gegen Schnee und Eis – für Mensch und Umwelt! Der Winter erwischt Autofahrer und Fußgänger oft eiskalt. Im Auftrag der Stadt Dortmund führen wir als EDG für Sie den Winterdienst im öffentlichen Raum in einem mehrstufigen System durch, schnell und zuverlässig.

Weniger ist mehr – nicht nur die Bevölkerung ist bei Schnee und Kälte auf unsere Hilfe angewiesen, auch der Umwelt kommt es zugute, wenn verantwortungsbewusst gestreut wird. Unser Grundsatz dabei lautet: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich.“ Beim sogenannten ökologischen Winterdienst werden verkehrswichtige Straßen und gefährliche Stellen durch einen sparsamen, aber stets ausreichenden Einsatz von Taumitteln gesichert.

Einsatzbereit bei zu erwartender Glätte. Wenn die Witterung einen Volleinsatz im Stadtgebiet erforderlich macht, stehen bis zu 200 Mitarbeiter, 40 Räum- und Streufahrzeuge sowie 27 Kolonnen-LKW und Streuwagen zur Verfügung, um für rutschfeste Straßen und Überwege zu sorgen. Hierfür halten wir einen umfangreichen Vorrat an Streumitteln vor, mit 5.000 t Abtausalz und 1.000 t Eifellava-Granulat zum Abstumpfen.

Sicherheit geht vor Sauberkeit

Bei erhöhtem Arbeitsaufkommen für den Winterdienst wird die übliche Straßenreinigung auf die Beseitigung grober Verunreinigungen zur Verkehrssicherung beschränkt.

  • Die Winterdienststufen I,II und III

     
    Winterdienststufe I, höchste Priorität

    Grundsätzlich werden zuerst die Straßen der Winterdienststufe I geräumt. Dazu gehören neben den Hauptverkehrsstraßen, wie Rheinlanddamm, Westen- und Ostenhellweg, Flughafenstraße, Stockumer Straße und Münsterstraße, auch die Straßen mit öffentlichem Personennahverkehr sowie besondere Gefahrenpunkte, z. B. Kreuzungen, Brücken und Strecken mit starkem Gefälle.

    Winterdienststufe II, hohe Priorität

    Im Anschluss daran werden die Straßen gesichert, die der Winterdienststufe II zugeordnet sind. Darunter fallen hauptsächlich sogenannte Wohndurchgangsstraßen. Insgesamt werden von uns 1.068 km Straße mit der Einstufung I oder II geräumt und gestreut, außerdem über 3.600 Überwege, wie Ampelbereiche und Fußgängerübergänge.

    Winterdienststufe III, keine Priorität

    649 km Nebenstrecken mit Winterdienststufe III lässt der Winterdienst aus ökologischen Gründen ungestreut. Davon betroffen sind u. a. Sackgassen, Stichstraßen und Straßen ohne Durchgangs- oder öffentlichen Personennahverkehr.

  • Wer streut wo?

    Die Stadt Dortmund hat in ihrer aktuellen Straßenreinigungssatzung eindeutig geregelt, wer wo für den Winterdienst zuständig ist. Generell muss zwischen der Räumung von Fahrbahnen und der von Gehwegen unterschieden werden. Der Dienst für die Fahrbahnen der Winterdienststufen I und II obliegt ganz klar uns als EDG Entsorgung Dortmund GmbH.

    Oft in der Pflicht: die Mieter

    Die Winterwartung der Gehwege obliegt den Anliegern, auf deren Straßenseite der Fußweg liegt. Zuständig sind jeweils die Eigentümer – aber Achtung: Häufig ist die Durchführung der Räum- und Streupflicht Bestandteil des Mietvertrages und muss demzufolge vom Mieter übernommen werden. Bei Mehrfamilienhäusern gibt es oft ein Wochenplansystem, oder jemand wurde extern entgeltpflichtig beauftragt, für das ganze Haus zu räumen. Klären Sie die Frage am besten gleich bei der Unterzeichnung eines neuen Mietvertrages, um späteren Ärger zu vermeiden.

    Offizielle Regelungen für die Winterwartung

    Hat es geschneit und Sie sind in der Räumpflicht, gilt es u. a. folgende Punkte zu beachten:

    • Von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr müssen Sie Schnee und Glätte, außer bei starkem Schneefall, beseitigen.
    • Aus ökologischen Gründen dürfen Sie nur abstumpfende Mittel, wie Granulat oder Sand, verwenden.
    • Abtauendes Streugut darf nur zur Beseitigung von Verkehrsgefahren zum Einsatz kommen, z. B. wenn durch Eisglätte oder auf Gehwegen mit starkem Gefälle anders keine ausreichende Wirkung erzielt werden kann.
    • Gehwege müssen in einer Breite von ca. 1,50 m geräumt werden, damit mehreren Passanten die gleichzeitige Nutzung möglich ist.
    • Ist der Gehweg schmaler als 1,50 m, gilt die Sicherungspflicht für die gesamte Breite.
    • Bei öffentlichen Plätzen und Fußgängerzonen gelten die Ränder jeder Seite in einer Breite von 1,50 m als zu räumende Fläche.

    Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie u.a. bei Haus & Grund Dortmund – Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverband e.V. oder beim DMB Mieterbund Dortmund e.V.

  • Tipps und Hinweise

    • Das schnelle Durchkommen der Winterdienstfahrzeuge sollte jederzeit ermöglicht werden. Falsch geparkte Fahrzeuge erschweren häufig die Winterdiensträumung; das kostet wertvolle Zeit!
      Grundsätzlich ist erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr geboten, um die Unfallgefahr zu verringern. Alle Verkehrsteilnehmer sollten möglichst nur die geräumten und gestreuten Straßen nutzen.
    • Wenn ausgewiesene Radwege im Winter aufgrund von Eis oder Schnellfall objektiv nicht benutzbar sind, dürfen Radfahrer auf den Gehwege (als Fußgänger) oder auf die Fahrbahn ausweichen, die ihrem Schutzbedürfnis besser entsprechen.
    • Bei winterlichen Wetterverhältnissen, wie Glatteis und Schneematsch oder Reifglätte, ist laut Straßenverkehrsordnung die Verwendung von Matsch- und Schnee-Reifen Pflicht. Als Kennzeichnung befindet sich entweder ein „M+S“ oder das sogenannte Alpine Symbol, eine Schneeflocke mit drei Bergspitzen, auf dem Reifen. Ab 2018 müssen neu produzierte Winterreifen das Alpine-Symbol tragen, sonst sind sie offiziell nicht wintertauglich. Reifen mit „M+S“-Kennzeichnung, die bis zum 31. Dezember 2017 hergestellt wurden, sind nur noch bis Ende September 2024 als Winterreifen zugelassen. 
    • Für den Winterdienst auf Gehwegen ist der Haus- bzw. Grundstückseigentümer zuständig, der diese häufig auf seine Mieter überträgt.  Laut Straßenreinigungssatzung ist auf Gehwegen die Verwendung von Salz allerdings grundsätzlich verboten. Salzfreies Granulat, Sand, Split oder Kies sind umweltfreundliche Alternativen und sind im Handel erhältlich. Diese umweltschonenden Streumittel  lassen sich zusammen kehren und können so im nächsten Winter wiederverwendet werden. In Ausnahmefällen z. B. bei Eisregen oder an gefährlichen Stellen wie Treppen, Rampen, Brückenauf- oder -abgängen, starkem Gefälle bzw. Steigungsstrecken oder ähnlichen Gehwegabschnitten darf Salz eingesetzt werden.
    • Den Schnee der Gehwege nicht in die Gosse oder auf die Straßen schieben, sondern – soweit möglich – in den Vorgarten schaufeln. Dies verhindert, dass der Schnee vom EDG-Räumfahrzeug von der Straße wieder auf den mühsam geräumten Gehweg zurückgeschoben wird.